 |
Mumps ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit, die weltweit vorkommt, fieberhaft und sehr ansteckend ist und neben z.B. Röteln, Masern, Windpocken zu der Gruppe der klassischen Kinderkrankheiten zählt. Die Krankheit wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen und äußert sich in einer charakteristischen, sehr schmerzhaften Anschwellung der Wangen (erst eine, später nach 1 bis 3 Tagen auch die andere), und wird oft von Fieber, Appetitlosigkeit, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Schluckbeschwerden begleitet. Diese Anschwellung wird von einer Entzündung der Ohrspeicheldrüse verursacht. Die Schilddrüse, Tränendrüse, Bauchspeicheldrüse, Hoden und Eierstöcke können auch betroffen sein. Eine Infektion nach der Pubertät kann bei Jungen z.B. auch die Hoden betreffen und sehr selten Sterilität verursachen. Mumps heilt in der Regel folgenlos ab, selten kann eine Hirnhautentzündung gleichzeitig auftreten.
Bis dem zehnten Lebensjahr haben die meisten nicht geimpften Kinder schon Mumps gehabt. Da vom spezifischen Abwehrsystem beim Erstkontakt eine Immunität aufgebaut wird, tritt Mumps (auch Röteln, Masern, Windpocken usw.) nur einmal im Leben auf. Durch Impfungen kann diese Immunität (= andauernder Schutz) auch erworben werden. |