 |
Eine meist von Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten verursachte, akute oder chronische Entzündung der Lunge (Lungenbläschen/Lungenbindegewebe) wird als Lungenentzündung bezeichnet. Die Übertragung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Bestimmte Schadstoffe oder Flüssigkeiten können auch eine Lungenentzündung auslösen. Man unterscheidet infektiöse und nicht infektiöse Lungenentzündungen.
Infektiöse Lungenentzündungen können weiter in bakterielle (= typische) und nicht bakterielle (= atypische; verursacht durch Viren, Parasiten, Pilze, Protozoen) Lungenentzündung unterteilt werden. Bakterielle (Streptococcus pneumoniae) Lungenentzündung kommen jedoch am häufigsten (30 – 50 %) vor.
Risikofaktoren bakterieller Lungenentzündungen sind: Immunschwäche, Zuckerkrankheit, Operationen, Alkoholismus, virale Infekte, frühere Lungenerkrankungen usw.
Nicht infektiöse Lungenentzündungen sind seltener.
Wenn eine Lungenentzündung ohne eine Vorerkrankungen der Lungen oder des Herzens entsteht, spricht man von einer primären Lungenentzündung. Es handelt sich um eine sekundäre Lungenentzündung, wenn keine Vorerkrankungen vorliegen. Solche Vorerkrankungen sind z.B. Lungenembolie, Lungenödem, Bronchialkarzinom, Masern, Grippe, Keuchhusten, Asthma bronchiale usw.
Schüttelfrost, Fieber, Reizhusten, Schmerzen im Brustkorb, starkes Schwitzen, Schwäche, Luftmangel sind die häufigsten Begleiterscheinungen einer Lungenentzündung.
Eine weitere Einteilungsvariante ist die ambulant (zu Hause) oder im Krankenhaus erworbene (= nosokomiale) Lungenentzündung.
Eine Lungenentzündung ist eine schwere Erkrankung, die zu ernsthaften Komplikationen (Herzinnen– oder Herzbeutelentzündung, Hirnhautentzündung, Mittelohrentzündung usw.) führen kann oder sogar tödlich verlaufen kann.
Eine Lungenentzündung wird als chronisch bezeichnet, wenn die Entzündung über 6 bis 8 Wochen anhält. Eine chronische Lungenentzündung kann sich hauptsächlich bei Alkoholikern, Diabetikern, Lungen– und Immunkranken Patienten entwickeln. |